Spannbettlaken platzsparend aufbewahren – So bleibt der Wäscheschrank ordentlich
Warum sieht ein frisch aufgeräumter Wäscheschrank manchmal schon nach wenigen Tagen wieder unordentlich aus? Häufig sind es ausgerechnet die Spannbettlaken, die zwischen ordentlich gestapelten Handtüchern und Bettbezügen hervorquellen. Der elastische Rand macht sie schwer zu verstauen, und unterschiedliche Größen sorgen zusätzlich für Durcheinander. Dabei lässt sich mit der richtigen Aufbewahrung erstaunlich viel Platz gewinnen, ohne jedes Mal den gesamten Schrank neu sortieren zu müssen.
Warum Spannbettlaken im Schrank mehr Platz brauchen als nötig
Ein normales Bettlaken lässt sich problemlos zu einem flachen Rechteck zusammenlegen. Bei Spannbettlaken verhindern die eingenähten Gummizüge genau diese gleichmäßige Form. Besonders Modelle für hohe Matratzen besitzen großzügige Stoffzugaben, die beim Zusammenlegen schnell unförmige Pakete bilden.
Ich habe festgestellt, dass nicht unbedingt die Anzahl der Laken das Problem ist, sondern ihre unterschiedliche Lagerung. Liegt ein Jersey-Spannbettlaken locker zusammengerollt neben einem festen Baumwollmodell, entstehen Zwischenräume, die wertvolle Schrankfläche beanspruchen. Einheitliche Stapelgrößen helfen deshalb mehr als besonders festes Zusammenpressen.
Außerdem sollte man das Material berücksichtigen. Jersey ist elastisch und lässt sich vergleichsweise kompakt verstauen. Biber und Frottee benötigen aufgrund ihrer dickeren Struktur deutlich mehr Raum. Wer diese Stoffarten getrennt lagert, bekommt schneller einen Überblick über den tatsächlich benötigten Platz.
Die richtige Aufbewahrung beginnt vor dem Einräumen
Bevor ein Spannbettlaken im Schrank verschwindet, sollte es vollständig trocken sein. Gerade an den doppelt vernähten Ecken und im Bereich des Gummizugs hält sich Restfeuchtigkeit manchmal länger als auf der glatten Stofffläche. Wird das Laken unmittelbar nach dem Trocknen zusammengepresst, können unangenehme Gerüche entstehen.
Bei Baumwollstoffen lohnt es sich außerdem, das Laken vor dem Verstauen kräftig auszuschütteln. Dadurch lösen sich kleinere Falten, und die Ecken lassen sich leichter ineinanderlegen. Ein Bügeleisen braucht man dafür normalerweise nicht.
Für einen gleichmäßigen Stapel ist die Falttechnik entscheidend. Wer sich mit den elastischen Ecken schwertut, kann sich zunächst damit beschäftigen, wie man ein Spannbettlaken richtig faltet. Anschließend lässt sich das fertige Rechteck wesentlich einfacher zwischen anderen Wäschestücken unterbringen.
Schubladen, Regalfächer oder Aufbewahrungsboxen?
Die beste Lösung hängt weniger vom verfügbaren Stauraum als von der Nutzung ab. Wer seine Bettwäsche regelmäßig wechselt, sollte Spannbettlaken ohne großes Umräumen erreichen können. Tief hinten im Schrank gestapelte Wäsche bleibt dagegen häufig monatelang unberührt.
Für unterschiedliche Schranktypen haben sich einige Aufbewahrungsarten bewährt:
- Flache Regalfächer: Geeignet für ordentlich gefaltete Laken, die übereinanderliegen und leicht entnommen werden können.
- Schubladen: Besonders praktisch, wenn Spannbettlaken hochkant nebeneinanderstehen und ihre Farben sichtbar bleiben.
- Stoffboxen: Sinnvoll für mehrere Größen oder selten benötigte Gästebettwäsche.
- Unterbettkommoden: Eine Möglichkeit für saisonale Bettwäsche, sofern der Lagerplatz trocken und ausreichend belüftet ist.
Bei tiefen Schubladen bevorzuge ich die senkrechte Aufbewahrung. Die gefalteten Laken stehen dabei ähnlich wie Akten nebeneinander. So lässt sich ein einzelnes Stück herausnehmen, ohne dass der restliche Stapel auseinanderfällt. Allerdings funktioniert das nur, wenn die Pakete eine gewisse Stabilität besitzen und nicht zu locker gefaltet sind.
Bettwäsche als zusammengehöriges Set verstauen
Besonders in Haushalten mit verschiedenen Bettgrößen entsteht schnell Verwirrung. Ein Spannbettlaken für 90 × 200 cm sieht zusammengefaltet kaum anders aus als eines für 140 × 200 cm. Werden beide Größen regelmäßig verwendet, spart eine einfache Kennzeichnung unnötiges Ausprobieren.
Eine praktische Möglichkeit besteht darin, das Spannbettlaken gemeinsam mit dem passenden Bettbezug in einem Kissenbezug aufzubewahren. Dadurch bleiben die Teile zusammen, und beim nächsten Wechsel muss niemand nach einzelnen Bestandteilen suchen. Bei mehreren Matratzengrößen würde ich zusätzlich kleine beschriftete Stoffetiketten verwenden.
Weniger sinnvoll finde ich es, sämtliche Bettwäsche möglichst dicht in eine einzige Box zu drücken. Dadurch entstehen tiefe Knitterfalten, und die Übersicht geht verloren. Besser sind kleinere Einheiten mit etwas Bewegungsfreiheit.
Wie viel Bettwäsche sollte überhaupt im Schrank liegen?
Auch die beste Falttechnik stößt irgendwann an Grenzen. Für ein regelmäßig genutztes Bett reichen im Alltag häufig zwei bis drei Spannbettlaken, sofern Waschmaschine und Trocknungsmöglichkeiten zuverlässig verfügbar sind. Ein zusätzlicher Satz kann bei Kindern, Haustieren oder häufigen Übernachtungsgästen sinnvoll sein.
Beim Aussortieren lohnt sich ein Blick auf ausgeleierte Gummizüge und dünn gewordene Stoffstellen. Solche Laken nehmen denselben Platz ein wie gut erhaltene, sitzen aber oft nicht mehr ordentlich auf der Matratze.
Ein übersichtlicher Wäscheschrank entsteht letztlich nicht durch möglichst viele Ordnungssysteme. Entscheidend ist, dass jedes Spannbettlaken einen festen Platz bekommt und nach dem Waschen ohne Nachdenken dorthin zurückkehrt. Genau daran erkennt man eine Aufbewahrung, die auch nach mehreren Wochen noch funktioniert.